Standpunkt
"Traue keinem Zitat, das du nicht selbst aus dem Zusammenhang gerissen hast."Johannes Rau
Robert Lee Frost, geboren am 26. März 1874 in San Francisco, gestorben am 29. Januar 1963 in Boston, gilt als einer der wichtigsten amerikanischen Dichter des 20. Jahrhunderts und war vierfacher Gewinner des Pulitzer-Preises.
Jacques Tati, geboren am 09. Oktober 1907 als Jacques Tatischeff in Le Pecq in Frankreich, gestorben am 04. November 1982,
war einer der wichtigsten Filmemacher und Komiker Frankreichs.
Molière, geboren 1621 in Paris als Jean-Baptiste Poquelin-Molière, gestorben 1673 in Paris, war Schauspieler, Theater-Autor und Lebemann. Aus einer von ihm gegründeten Theatertruppe ging nach seinem Tot die noch heute blühende Comédie-Française hervor. Einige seiner Stücke (z.B. "Der eingebildete Kranke") gelten heute als Klassiker der Weltliteratur.
Walther Rathenau, geboren am 29. September 1867 in Berlin, durch ein Attentat gestorben am 24. Juni 1922, war Staatsmann, Industrieller und Schriftsteller.
Jacques Yves Cousteau, geboren am 11. Juni 1910 in Saint André de Cubzac in Frankreich, gestorben am 25. Juni 1997 in Paris, war einer der weltweit populärsten Meeresbiologen. Er engagierte sich stark für die Erforschung der Meere und den Erhalt der Tierwelt. Zu besonderer Bekanntheit gelangte sein Forschungsschiff "Calypso". Der studierte Ingenieur feierte auch als Autor, Filmproduzent und Erfinder große Erfolge und wurde mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht.
Sophokles, geboren 496 v.Chr. in Kolonos/Athen, gestorben 406 v.Chr. in Athen, gilt als der mittlere der drei großen griechischen Tragödiendichter (Aischylos, Sophokles, Euripides). Er war wiederholt in hohen Staatsämtern (z.B. 440 Stratege zusammen mit Perikles). In der Tragödie führte er den dritten Schauspieler ein. Ihm werden 123 Tragödien zugeschrieben, von denen leider nur 7 vollständig (z.B. Antigone, König Ödipus, Elektra) erhalten sind.
Winston Churchill, geboren am 30. November 1874 in Oxford in England, gestorben am 24. Januar 1965, gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Während seiner politischen Karriere (1904-1964) bekleidete er verschiedene Ämter (Staatssekretär, Handelsminister, Innenminister) bevor er 1940 das erste mal zum Premierminister gewählt wurde.
Zino Davidoff, geboren als Sussele-Meier Davidoff am 11. März 1906 in Nowhorod-Siwerskyj, gestorben am 14. Januar 1994 in Genf, siedelte 1911 mit seinen Eltern nach Genf um, wo sein Vater einen Zigarrenladen eröffnete. Geprägt hierdurch entwickelte er eine Affinität zu Zigarren und bereiste als Erwachsener die Tabak produzierenden Länder. Er entwickelte den Humidor und brachte exklusiv für ihn produzierte Zigarrenmarken auf den Markt. Unter dem Signum Davidoff werden neben Zigarren, Zigaretten und Pfeifen auch Cognac, Lederwaren, Brillen und Parfums verkauft.
Henry Ford, geboren am 30. Juli 1863 in Wayne County, gestorben am 07. April 1947 in Dearborn, gründete den Automobilhersteller Ford Motor Company und perfektionierte konsequent die Fließbandtechnik im Automobilbau. Sein Konzept der modernen Fertigung von Fahrzeugen revolutionierte nicht nur die industrielle Produktion, sondern hatte auch starken Einfluss auf die moderne Kultur. Neben dieser Pionierarbeit für den Automobilbau ist Ford als zeitweiliger Publizist antisemitischer Schriften wie The International Jew, bis heute politisch umstritten.
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov, geboren am 16. April 1921 in London, gestorben am 28. März 2004 in Genolier(Schweiz), war einer der international angesehensten Künstler des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts aus den Bereichen Film, Theater und Literatur. Als Filmschauspieler glänzte er in Klassikern wie z.B. "Quo vadis", "Topkapi", "Spartacus" oder "Wir sind keine Engel" und wurde zweifach mit dem Oscar ausgezeichnet. Neben seiner Schauspielerei machte er sich mit satirischen Stücken und Romanen einen Namen als Erzähler. Ustinov engagierte sich sehr stark politisch, er war lange Zeit Sonderbotschafter von UNESCO und UNICEF und setzte sich für Kinder- und Menschenrechte ein.
Ralph Waldo Emerson, geboren am 25. Mai 1803 in Boston, gestorben am 27. April 1882 in Concorde, gilt als einer der bedeutsamsten amerikanischen Dichter des 19. Jahrhunderts und war prägend für viele Zeitgenossen Emersons, so z.B. Walt Whitman und Henry David Thoreau. Er ermutigte amerikanische Gelehrte, dem europäischen Einfluss zu entfliehen und hatte selbst einen großen Einfluss auf die Bildung einer neuen amerikanischen Kultur. Seine frühen Essays sorgten in der damals arrivierten Kulturszene für viel Widerspruch, brachten ihm jedoch auch große Bewunderung der jüngeren Literaturszene ein.
Oscar Wilde, geboren am 16. Oktober 1854 in Dublin, gestorben am 30. November 1900 in Paris, ist wohl einer der meistzitierten Schriftsteller überhaupt. Der Satiriker und Schriftsteller studierte in Dublin und Oxford und machte sich schnell einen Namen als Autor von Märchensammlungen und Essays. Auch verfasste er Gedichte, Romane und Bühnenstücke. Er war in seiner Zeit zunächst sehr erfolgreich, jedoch brachten ihm seine relativ offen ausgelebte Homosexualität zuerst einen öffentlichen Skandal und anschließend eine Zuchthausstrafe ein, welche ihn nicht nur finanziell sondern auch gesundheitlich ruinierte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Das Bildnis des Dorian Gray", "Das Gespenst von Canterville" oder das Bühnenstück "Salome", welches von Richard Strauss vertont wurde.
Johannes Rau, geboren am 16. Januar 1931 in Wuppertal, gestorben am 27. Januar 2006 in Berlin, Bundespräsident der BRD von 1999 bis 2004. Er bekleidete zahlreiche politische Ämter. So war er von 1978 bis 1998 Ministerpräsident des Bundeslandeslandes Nordrhein-Westfalen, 1987 Kanzlerkandidat der SPD sowie langjähriger SPD-Parteivorsitzender.